Ethikkommision stellt Leitlinien zum autonomen Fahren vor

Foto: Beatriz Perez Moya

Was dürfen autonome Fahrzeuge und wo sind ethische Grenzen zu ziehen? Eine vom Verkehrsministerium eingesetzte Kommission hat nun ihre Ergebnisse vorgestellt.

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Mit ethischen Fragen rund um das autonome Fahren hat sich in den vergangenen acht Monaten eine Kommission aus Wissenschaftlern und Experten beschäftigt. Am Dienstag, 20. Juni 2017, wurden die Ergebnisse und somit die Leitlinien zur Programmierung automatisierter Fahrsysteme vorgestellt. Dabei hat die Ethikkommission 20 ethische Regeln erarbeitet, die bei der Diskussion um autonomes Fahren beachtet werden sollen. Damit gibt sie den Rahmen vor, was automatisierte Fahrsysteme künftig dürfen und was unter ethischen Aspekten auch Grenzen für die Zukunft definiert.

Darin enthalten ist die Forderung, dass automatisierte Systeme nur zugelassen werden sollen, „wenn sie im Vergleich zu menschlichen Fahrleistungen zumindest eine Verminderung von Schäden im Sinne einer positiven Risikobilanz“ versprechen. Dazu stellt der Bericht fest, dass eine eindeutige Lösung für eine Dilemma-Situation nicht programmierbar sei und stellt die Forderung auf, ein Fahrzeug dürfe im Falle eines Unfalls keine „Qualifizierung“ möglicher Unfallopfer „nach persönlichen Merkmalen“ vornehmen. Und schließlich sehen die Experten die Verantwortung im Falle eines Unfalles bei den Herstellern und Betreibern automatisierter Fahrzeuge sowie den politischen Instanzen, Behörden und Unternehmen, die für den Ausbau und Unterhalt der Infrastruktur zuständig sind.

In unserer Debatte um das autonome Fahren sind wir ebenfalls auf einige Punkte eingegangen. So hat Mai in ihrem Video vier Gedankenexperimente zum autonomen Fahren diskutiert und wir haben in unseren Texten auch die rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden beleuchtet. Im Text zur technischen Dimension geben wir einen Überblick, wie weit die Technik bereits ist und welches Potenzial autonome Fahrzeuge in der Zukunft haben. Auch bei unserer Live-Debatte kamen viele Punkte zur Sprache, die auch die Ethikkommission diskutierte.

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1 Kommentare

  • Ingrid Ullmann-Bammer

    18.08.2017, 10:40 Uhr

    Wir haben bisher dem Auto vertraut. Die vielen Toten wurden durch Menschen verursacht denen wir vertraut hatten.
    1984 habe ich mich schicksalshafter Weise mit unserer Zukunft beschäftigt.
    In der Zwischenzeit haben wir Komputer, Handy, Car-sharing, eine Weltsprache und E-Fahrräder und Elektro-Autos.
    Die Zukunft steht geschrieben und wird sich erfüllen. Schneller als wir denken. (Ein Vorschuss auf die Glückseligkeit) gratis down-load pdf

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