Bienensterben – Das war die Debatte

Meinungen und Zahlen zu unserer Debatte

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„Und diese Biene, die ich meine nennt sich Maja,
kleine, freche, schlaue Biene Maja,
Maja fliegt durch ihre Welt,
zeigt uns das, was ihr gefällt.“

Mit der Geschichte der Biene Maja sind in Deutschland Generationen von Kindern aufgewachsen und groß geworden. Doch nun: Die Biene ist – so viele Berichte in der jüngsten Vergangenheit – in ihrem Bestand bedroht. Werden wir in Zukunft immer seltener Maja’s Artgenossen herumfliegen sehen? Welche Auswirkungen ein Aussterben dieser putzigen, schwarz-gelben, honigproduzierenden Insekten für die gesamte Bestäubung der Pflanzenwelt hätte und wie stark der Rückgang der Populationen tatsächlich ist, haben wir in unserem Artikel „Mehr als nur Honig – warum wir Bienen brauchen“ geschrieben.

Überhaupt haben Bienen herausragende Fähigkeiten, die sehr wichtig sind. Unser Kartenstapel gibt einige Beispiele, warum die Artgenossen von der Zeichentrickbiene so wichtig sind.

Häufig zitierte Gründe für den Rückgang der Bienenpopulationen sind der Einsatz von Pflanzenschutzmittel (und hier insbesondere die Neonicotionide) und die durch die Monokultur verschwindenden Freiflächen. Der Artikel „Wenn Bienen Politik machen“ geht auf beide Gründe ein und zitiert jüngste Studien zu der Wirkung von Neonicotinoide auf Honigbienen- Wildbienen- und Hummelpopulatutionen. Die grafische Aufbereitung zu der Studie von Woodcock et al. zeigt, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonicotionoiden und dem Bienensterben gar nicht so einfach nachzuweisen ist. Allerdings wurden Methodik und Ergebnisse der Studie auch von verschiedenen Wissenschschaftlern kritisch hinterfragt.

 

Sollte also zugunsten der Bienen auf Pflanzenschutz in der Landwirtschaft vollständig verzichtet werden? Immerhin war eine deutliche Mehrheit unserer Befragten der Ansicht, dass die Bienen nicht weiter belastet werden dürfen.

Trivial ist das Problem in der Tat nicht: Unsere Experten waren sich in den Texten und Interviews weitestgehend einig, dass es viele Faktoren gibt, die zu dem Bienensterben führen. Dementsprechend bedarf es auch verschiedenster Lösungsansätze. Der Text „Bienenschwund: Viele Ursachen, viele Lösungsansätze“ führt dabei gleich drei konkrete Projekte an und geht auf weitere Maßnahmen ein.

Auch das Imkern im eigenen Vorgarten oder auf dem Balkon wird in der Diskussion immer wieder als Ansatz genommen, der das Bienensterben aufhalten kann. Aber stimmt das tatsächlich? Wir haben bei Dr. Benedikt Polaczek nachgefragt, der an der Freien Universität imkert und haben ihm über die Schulter geschaut. Zumindest bei ihm im Bienenstock war trotz aller Probleme schön viel los.

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