Digitalisierte Kindheit – Je früher, desto besser?

Die Live-Debatte zur Mediennutzung von Kindern im Haus der Wissenschaft in Braunschweig

9 Kommentare
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Wir würden gerne erfahren, was Sie persönlich über Digitalisierte Kindheit denken und wie Ihnen die-debatte.org gefällt. Nehmen Sie hier an unserer 5-minütigen, anonymen Umfrage teil. Die Antworten werden von der Abteilung für Kommunikations- und Medienwissenschaften der TU Braunschweig in einem begleitenden Forschungsprojekt ausgewertet.

Ganz gleich ob Smartphone, Tablet, Computer oder Spielkonsole – Kinder sind immer früher und alltäglich mit digitalen Medien konfrontiert. Die Wissenschaft erforscht erst seit kurzem, wie Kinder im digitalisierten Zeitalter aufwachsen, leben und lernen.

Inwiefern beeinflusst die frühe Mediennutzung die Entwicklung von Kindern? Wann schadet Medienkonsum eher und wo bietet er Chancen? Was können Eltern richtig und falsch machen? Und wie und ab welchem Alter sollten digitale Medien in Kindergärten und Schulen eingesetzt werden?

Diese und auch Ihre Fragen rund um das Thema „Digitalisierte Kindheit” haben wir mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei „Die Debatte“ am 8. Februar ab 19 Uhr im Haus der Wissenschaft in Braunschweig diskutiert. Auf dem Podium zu Gast waren die Medienpädagogin Prof. Dr. Paula Bleckmann von der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig und der Medien- und Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Peter Vorderer von der Universität Mannheim. Christoph Koch (Stern) und Dr. Mai Thi Nguyen-Kim (ZDF/funk) moderierten die Veranstaltung. 

 

Eindrücke der Live-Debatte im Haus der Wissenschaft

Foto: Florian Koch/WiD
Foto: Florian Koch/WiD
Foto: Florian Koch/WiD
Foto: Florian Koch/WiD
Foto: Florian Koch/WiD
Foto: Florian Koch/WiD

Prof. Dr. Paula Bleckmann

„Bereits 2013 verbrachten Kinder und Jugendliche in Deutschland etwa doppelt so viel Zeit vor dem Bildschirm, wie es für ihre gesunde Entwicklung empfehlenswert ist.“

Foto: Privat

Prof. Dr. Martin Korte

„Je jünger Kinder sind, umso zeitlich restriktiver sollten sie digitale Medien nutzen: Es gilt erstmal die reale Welt zu erkunden und sich viel zu bewegen bevor man virtuelle Welten erobert.“

Foto: Privat

Prof. Dr. Peter Vorderer

„Ein kontrollierter Medienkonsum schadet niemandem.“

Foto: Universität Mannheim

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9 Kommentare

  • Jutta J.

    31.01.2018, 9:55 Uhr

    Man sollte nicht nur über die absolute Menge sondern auch über Inhalte sprechen.
    Mich treibt das Thema Sexualität in als für Kinder getarnte Youtube-Videos um. Wenn ein als Spiderman verkleideter Mensch einem kleinen Mädchen eine Spritze gibt, Kinder erschreckt, bei der Geburt hilft etc. bekomme ich das ungute Gefühl, dass sich im Netz pädophile Phantasien mit harmlosen Videos für Kinder mischen und die Grenzen verschwimmen. Besonders kleine Kinder lieben die Filmhelden und verlieren das Gefühl dafür, was „Fremde“ dürfen und was nicht.

    Schon Kindergartenkinder haben oft uneingeschränkt Zugang zu pornografischen Inhalten aus dem www mit dem sichtbaren Erfolg, dass das Thema ständig im Umgang der Kinder untereinander mit eindeutigen Bewegungen, Sprüchen und Lacherfolgen für sprachliche „Ausrutscher“ präsent ist. Ich habe das Gefühl, dass die Kindheit damit eher belastet ist.
    Der Beweis, das frühe Aufklärung kindgerecht ist und einen Vorteil für die psychische Entwicklung hat oder Voraussetzung für ein erfülltes Erwachsenenleben ist, ist meines Erachtens nach nicht erbracht.

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  • Hester

    05.02.2018, 11:33 Uhr

    Ich verstehe das dritte Zitat nicht. Was ist gemeint? Schadet der Medienkonsium niemandem? Oder schadet niemand dem Medienkosum?
    — Ratlos

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    • Redaktion Die Debatte

      07.02.2018, 10:30 Uhr

      Lieber Hester,

      vielen Dank für den redaktionellen Hinweis.

      Viele Grüße
      Ihr Debatten-Team

      0
  • Christoph Graul

    08.02.2018, 9:15 Uhr

    Ich saß schon mit 5 Jahren fast täglich vor einem PC. Das war vor rund 30 Jahren. Damals gab es allerdings kein Internet und ich habe auch nicht den ganzen Tag davor verbracht, sondern maximal vielleicht eine Stunde.
    Aber ich habe mich mein ganzes Leben lang weiter damit beschäftigt, später auch mit dem Internet und dessen Medien. Heute brauche ich diese Kompetenz täglich, sowohl privat, als auch im Berufsleben.

    Ich finde es wichtig, dass auch schon kleine Kinder erste Erfahrungen mit Geräten und Medien machen. Unsere Welt ist heutzutage darauf aufgebaut und je früher man lernt damit umzugehen, desto besser kommt man in dieser Welt zurecht.

    Allerdings muss unbedingt darauf geachtet werden, dass es nicht zu viel wird und dass keine schädlichen Medien konsumiert werden. Leider sind die Medien heutzutage voller Gewalt und Erotik und das leider auch oft genug als Werbung auf eigentlich seriösen Seiten (vor allem Nachrichtenseiten).

    Je älter ein Kind wird, desto mehr sollte man aber auch auf dessen eigene Kompetenz bauen bzw. diese aufbauen. Denn wie jeder weiß, sind verbotene Dinge besonders interessant und spätestens in der Schule wird es immer andere geben, die Zugang zu diesen verbotenen Dingen gewähren.

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  • Katja

    08.02.2018, 20:17 Uhr

    Warum sind denn viele von uns voll vernetzt und dennoch einsam?
    Ist das nicht eine Folge von Kapitalismus und Leistungsgesellschaft?
    Nutzen wir deshalb die Scheinbefriedigung von Whatsapp und Facebook weil unsere kapitalistische Gesellschaft in der viele von schlecht bezahlter Arbeit abhängig sind uns kaputt macht?

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  • Oliver H.

    08.02.2018, 20:33 Uhr

    Sehr interessant. Vielen Dank für den Livestream.

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  • Melanie Z.

    08.02.2018, 23:49 Uhr

    Ich habe den Live-Stream leider verpasst. Kann man diesen nachträglich irgendwo anschauen? Vielen Dank!

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    • Redaktion Die Debatte

      09.02.2018, 11:22 Uhr

      Liebe Melanie Z.,

      das Video zur Live-Debatte ist weiterhin in dem Artikel zum Anschauen verfügbar.

      Beste Grüße
      Ihr Debatten-Team

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