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Braucht Medienbildung ein eigenes Schulfach?

Was sagen die Experten?

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Wir würden gerne erfahren, was Sie persönlich über Digitalisierte Kindheit denken und wie Ihnen die-debatte.org gefällt. Nehmen Sie hier an unserer 5-minütigen, anonymen Umfrage teil. Die Antworten werden von der Abteilung für Kommunikations- und Medienwissenschaften der TU Braunschweig in einem begleitenden Forschungsprojekt ausgewertet.

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  • Ulrike Walter-Lipow

    08.02.2018, 17:46 Uhr

    Medienkompetenz scheint mir hier zu eng auf digitale Medien bezogen. Meiner Meinung nach gehört da auch der Umgang mit „klassischen“ Medien dazu – und die Medienkompetenz in Deutschland scheint mir erschreckend gering, wenn ich sehe, wie viele Menschen nicht wissen, wie beispielsweise Zeitungen gemacht werden, wie eine Nachrichtensendung im Radio oder Fernsehen entsteht. Wie viele nicht unterscheiden können zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten. Die ganzen „alternativen Fakten“ und „Fake News“-Geschichten können sich doch nur so rasant verbreiten, weil das kritische Urteilsvermögen und sehr viel Wissen im Umgang mit Medien fehlen. Diese Kompetenz sollte zumindest zum Teil auch in den bestehenden Fächern wie Deutsch und Gesellschaftskunde, Ethik usw. erworben werden, aber das funktioniert ja offensichtlich nicht. Von daher: ja, mehr Medienkompetenz in die bestehenden Fächer, ergänzt um ein eigenes Fach, das sich mit den Fallstricken der digitalen Medien mit ihrem bidirektionalen Datenfluss befasst. In den höheren Klassen würde ich auch dafür plädieren, etwas einzuführen, das dem Fach „Theorie of Knowledge“ im IB-Programm (siehe ibo.org) entspricht.

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