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Braucht Medienbildung ein eigenes Schulfach?

Was sagen die Experten?

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Wir würden gerne erfahren, was Sie persönlich über Digitalisierte Kindheit denken und wie Ihnen die-debatte.org gefällt. Nehmen Sie hier an unserer 5-minütigen, anonymen Umfrage teil. Die Antworten werden von der Abteilung für Kommunikations- und Medienwissenschaften der TU Braunschweig in einem begleitenden Forschungsprojekt ausgewertet.

Digitale Medien sind aus dem alltäglichen Leben von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern nicht mehr wegzudenken. Doch wer bringt den Kindern eigentlich bei, wie man sinnvoll, verantwortungsbewusst und sicher mit dem Internet, Apps, Spielen und Co. umgeht? Dass Schulen einen wichtigen Beitrag zu leisten haben, wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz geht, steht für die meisten Experten außer Frage. Bereits 2008 wurden in dem Positionspapier der Länderkonferenz Medienbildung die Dringlichkeit der Medienbildung betont und verschiedene Kompetenzbereiche der schulischen Medienbildung festgesetzt, welche Schüler bis zum Abschluss der zehnten Klasse erworben haben sollten. Wie Medienbildung an Schulen umgesetzt und curricular verankert werden soll, ist noch nicht ganz klar.

Besonders die Frage ob Medienkompetenz als eigenes Fach eingeführt werden sollte, steht bei der Diskussion über Medienbildung an Schulen oft im Fokus. In dem Handlungskonzept Bildung in der digitalen Welt der Kultusministerkonferenz von 2016 wird für das Erlernen von Medienkompetenz kein eigenes Fach vorgesehen, sondern es soll integrativer Teil aller Fächer werden. Der richtige Weg? Wir haben mit unterschiedlichen Experten darüber gesprochen:

 

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1 Kommentare

  • Ulrike Walter-Lipow

    08.02.2018, 17:46 Uhr

    Medienkompetenz scheint mir hier zu eng auf digitale Medien bezogen. Meiner Meinung nach gehört da auch der Umgang mit „klassischen“ Medien dazu – und die Medienkompetenz in Deutschland scheint mir erschreckend gering, wenn ich sehe, wie viele Menschen nicht wissen, wie beispielsweise Zeitungen gemacht werden, wie eine Nachrichtensendung im Radio oder Fernsehen entsteht. Wie viele nicht unterscheiden können zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten. Die ganzen „alternativen Fakten“ und „Fake News“-Geschichten können sich doch nur so rasant verbreiten, weil das kritische Urteilsvermögen und sehr viel Wissen im Umgang mit Medien fehlen. Diese Kompetenz sollte zumindest zum Teil auch in den bestehenden Fächern wie Deutsch und Gesellschaftskunde, Ethik usw. erworben werden, aber das funktioniert ja offensichtlich nicht. Von daher: ja, mehr Medienkompetenz in die bestehenden Fächer, ergänzt um ein eigenes Fach, das sich mit den Fallstricken der digitalen Medien mit ihrem bidirektionalen Datenfluss befasst. In den höheren Klassen würde ich auch dafür plädieren, etwas einzuführen, das dem Fach „Theorie of Knowledge“ im IB-Programm (siehe ibo.org) entspricht.

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