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Feinstaub – Das war die Debatte

Eine Zusammenfassung

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Wenn wir einatmen, durchströmt Luft unsere Atemwege und füllt unsere Lungen mit lebenswichtigem Sauerstoff. Doch der Sauerstoff ist nicht das einzige, was wir einatmen. Über die Luft dringen neben weiteren Gasen auch Millionen winziger, unsichtbarer Partikel in unseren Körper: sogenannter Feinstaub. Mit diesem beschäftigte sich Die Debatte in den vergangenen drei Wochen. Dabei drehte sich alles um die Fragen: Wie schädlich ist Feinstaub, woher kommt er und wie sinnvoll sind die aktuellen Grenzwerte?

Aktueller hätte das Thema dabei kaum sein können, denn fast zeitgleich zum Start der Kampagne veröffentlichten einige Lungenärzte eine Stellungnahme, in der sie die Schädlichkeit von Feinstaub in Frage stellten und aktuelle Studien sowie die festgelegten Grenzwerte kritisierten. Es folgte: Eine hitzige Debatte über wissenschaftliche Fakten, politisches Agenda-Setting und auch über Wissenschaftskommunikation.

Auch Die Debatte diskutierte im Artikel „Feinstaub – Gift für unsere Gesundheit” über die gesundheitlichen Risiken, die durch Feinstaub entstehen. Dabei waren sich die Debatte-Expertinnen allerdings einig, dass die Partikel gefährlich sind und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht.

„Es ist davon auszugehen, dass Feinstaub auf uns alle wirkt und nicht nur auf Risikogruppen. In der Mitte unseres Lebens haben wir lediglich die Möglichkeit den Stress, den der Feinstaub im Körper auslöst, besser abzupuffern“, sagt Prof. Dr. Annette Peters, Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum München.

Während die Studienlage klar dafür spricht, dass Feinstaub gesundheitsschädlich ist, sind die Festsetzung der Grenzwerte und die Festlegung von Maßnahmen zur Reduktion der Partikel durchaus diskussionswürdig. Mit diesem Diskurs beschäftigte sich insbesondere der Artikel „Von Grenzwerten und zielführenden Maßnahmen”.

„Die Festlegung solcher Grenzwerte ist immer ein Kompromiss, da sie durch einen komplizierten Prozess unter Beteiligung vieler Institutionen zustande kommen”, sagt Dr. Wolfgang Frenzel vom Institut für technischen Umweltschutz an der TU Berlin.

„Die zielführendsten Maßnahmen gegen Feinstaub sind der Verzicht auf Verbrennungsmotoren und Holzöfen”, sagt Prof. Dr. Alfred Wiedensohler vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung.

Festzustellen ist dabei: Grenzwerte sind vor allem eine politische Entscheidung, die zwar auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen getroffen wird, aber keinesfalls unumstritten ist. Ein guter Grund, sich die Position der Politik zum Thema  genauer anzusehen.

Auch in der Bevölkerung wird Feinstaub durchaus als problematisch angesehen. In unserer Straßenumfrage äußerten sich die Befragten mehrheitlich kritisch zu Feinstaub und hoffen auf langfristige Verbesserungen.

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