Runter vom Sockel? – Der schwierige Umgang mit der Gedenkkultur

Die Debatte zum Nachschauen

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Unter lautem Beifall von Demonstrierenden klatschte Anfang Juni die Statue von Edward Colston in Bristol ins Wasser. Ähnliche Bilder sieht man auch in anderen Teilen Englands, den USA und Belgien, wo in den vergangenen Wochen im Rahmen von anti-rassistischen Protesten Denkmäler beschmiert und Statuen geköpft oder gestürzt wurden, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen anhaltenden Rassismus und auch gegen die Verherrlichung von strittigen Aktivitäten der Helden von einst.

Der Protest gegen solche Denkmäler ist dabei nicht neu. Dennoch zeigen die jüngsten Ereignisse, wie wichtig es ist, zu diskutieren, wie unsere Gesellschaft mit den dunklen Teilen der Vergangenheit umgehen sollte. Welche Funktion haben Denkmäler, Statuen und Gedenkstätten in unserer Gesellschaft? Wie kann man eine progressive Erinnerungskultur gestalten? Und welcher Umgang mit der Vergangenheit ist angemessen?

Diese und weitere Fragen zum Thema „Gedenkkultur” stellte die Debatte am 30. Juni 2020 ab 18.00 Uhr drei wissenschaftlichen Expertinnen und Experten. Auf dem Podium zu Gast waren der Ethnologe Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba von der Humboldt-Universität zu Berlin, die Historikerin Dr. habil. Carmen Scheide von der Universität Bern und der Sozialpsychologe Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld. Moderiert wird die Debatte von Christoph Koch (Stern) und Lisa Ruhfus (freie Wissenschaftsjournalistin).

 

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