Intelligenz – Das war die Debatte

Eine Zusammenfassung

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Intelligenz – Schlau geboren oder schlau geworden? Über drei Wochen hat Die Debatte sich mit dem Thema Intelligenz beschäftigt, Experten interviewt und die wissenschaftliche Debatte zur Herkunft der Intelligenz aufgegriffen. Als Höhepunkt fand im Berliner TAK-Theater im Aufbau Haus eine Live-Debatte zum Thema statt.

Dort diskutierten der Humangenetiker Prof. Dr. Markus Nöthen von der Universität Bonn, die Psychologin Prof. Dr. Ricarda Steinmayr von der Technischen Universität Dortmund und die Soziologin Dr. Angela Graf von der Technischen Universität München.

Doch bevor eine solche Debatte starten kann, muss erstmal etwas grundlegendes geklärt werden: Was ist Intelligenz eigentlich? Eine Straßenumfrage dazu zeigt, dass Passanten durchaus unterschiedlich auf die Frage „Woran erkennst du einen intelligenten Menschen?” antworten.

 

 

Aus wissenschaftlicher Sicht hingegen ist die Lage eindeutig. In unserem Text „Blitzgescheit und leistungsbereit?” sagt Prof. Dr. Aljoscha Neubauer:

„Intelligenz ist die Fähigkeit zum Lösen von komplexen Problemen, die Denkfähigkeit und die Fähigkeit, schnell zu lernen.”

Prof. Dr. Aljoscha Neubauer, Universität Graz

 

Auch auf die einzelnen Unterscheidungen von Formen der Intelligenz – hier vor allem der Unterschied zwischen fluider und kristalliner Intelligenz – geht der Artikel konkreter ein.

 

 

„Emotionale” und „soziale Intelligenz” sind dabei nach der überwiegenden Lesart der Intelligenzforscherübrigens keine Bestandteile von Intelligenz, sondern vielmehr Persönlichkeitsmerkmale und individuelle Kompetenzen.

Auch unser Die Debatte-Video greift die Diskussion um IQ-Werte und Definitionen auf und stellt die Frage: „Woran erkennt man einen intelligenten Menschen?”

 

 

Doch wieso sind einige Menschen intelligenter als andere? Unterschiede in der Intelligenz hängen auch mit dem Aufbau des Gehirns zusammen. Die Gehirne intelligenterer Menschen unterscheiden sich von denen weniger intelligenter Menschen im Hinblick auf ihre Struktur und ihre Funktion. Doch welche Aspekte sind tatsächlich für die Intelligenz relevant?

„Das Netzwerk aus Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnregionen ist bei intelligenteren Menschen anders organisiert als bei weniger intelligenten.”

sagt Dr. Ulrike Basten von der Goethe-Universität Frankfurt in dem Text „Die Anatomie intelligenter Gehirne”.

Um herauszufinden, wie man am Gehirn forscht hat Die Debatte das Max-Planck-Institut für Bildungforschung besucht und dort an einem Gedächnisexperiment im Selbstversuch teilgenommen.

 

 

Doch wird Intelligenz nun vererbt, oder ist sie von Umweltbedingungen abhängig? Die „Nature-Nurture”-Diskussion um Intelligenz wird in dem Text „Schlau geboren oder schlau geworden?” diskutiert und macht das komplexe Zusammenspiel von Genetik und Umwelt deutlich. In unserem Videointerview nimmt die Intelligenzforscherin und Psychologin Prof. Dr. Elsbeth Stern ebenso dazu Stellung.

 

 

Die aktuellen Studien von Prof. Rainer Riemann und Prof. Ole Rogeberg verdeutlichen auch die wissenschaftliche Methodik in der Diskussion und geben interessante Einblicke in die aktuellen Forschungsfragen. Die Experten sind sich relativ einig, dass es eine Mischung aus Umwelt und Genen ist, doch im Diskurs mit der Öffentlichkeit und in der medialen Berichterstattung ist die Einigkeit längst nicht so groß, wie auch unser Podiumsgast Markus Nöthen bestätigt…..

 

Doch wie sollte unser Bildungssystem mit begabten Kindern umgehen? Expertenmeinungen dazu finden sich in dem Artikel „Herausforderung Superhirn”. Diese Frage spielt auch beim Live-Event eine entscheidende Rolle.

Die beste Förderung überhaupt ist Schule. Eine bessere Förderung bekommt man nirgends und es gibt Befunde, die zeigen, dass sich die Dauer der Beschulung positiv auf die Intelligenz auswirkt.

Prof. Dr. Ricarda Steinmayr, TU Dortmund

„Im Bereich der Hochbegabung ist in Deutschland bildungspolitisch in den letzten Jahren enorm viel passiert. Inwiefern das aber mit Forschung und wissenschaftlicher Expertise verknüpft ist, steht auf einem anderem Blatt.”

Dr. Angela Graf, TU München

Sowohl vor Ort als auch über die sozialen Medien wurden zahlreiche Fragen an die Experten gestellt.

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