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Fakten zum Gesundheitssystem

Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich?

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  • 1. Das neuartige Coronavirus stellt die Welt auf den Kopf. Am Anfang der Pandemie war so gut wie nichts über SARS-CoV-2 bekannt – die Notwendigkeit von Studien dementsprechend hoch. Allein zwischen Anfang Januar und Mitte März wurden 361 klinische Studien zu Coronaviren registriert.
  • 2. Die Suche nach einem Impfstoff und einer Therapie für die Lungenkrankheit Covid-19 läuft auf Hochtouren: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt rund 60 laufende Impfstoff- und rund 20 laufende Therapie-Projekte.
  • 3. Laut der Johns Hopkins Universität sind bis 16. April 2020 mehr als 2 Millionen Menschen weltweit an dem Coronavirus erkrankt, gut 500.000 von ihnen wieder gesund. Bisher sind über 137.000 Patienten in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Mit den strengen Maßnahmen wirken die Staaten also einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegen.
  • 4. Im internationalen Vergleich der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schneidet das deutsche Gesundheitssystem gut ab: Mit 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner verzeichnet Deutschland die höchste Versorgungsdichte (Durchschnitt OECD-Staaten: 15,9). In Italien beispielsweise stehen nur 8,6 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner zur Verfügung, in Spanien 9,7. Laut DIVI Intensivregister waren am 9. April bundesweit zudem rund 40 % der verfügbaren Intensivbetten noch frei.
  • 5. Auch die Anzahl von Krankenhausbetten liegt mit 6 Betten auf 1.000 Einwohner im oberen Bereich. Nur Japan (7,8) und Südkorea (7,1) schneiden weltweit noch besser ab (Durchschnitt OECD-Staaten: 3,7). In Chile, Schweden und Kanada stehen lediglich nur 2 Krankenhausbetten auf 1.000 Einwohner zur Verfügung.
  • 6. In Deutschland liegt zudem die Anzahl praktizierender Ärzte (ca. 4,5) und Pfleger (ca. 13) pro 1.000 Einwohner deutlich über dem Durchschnitt der OECD-Staaten insgesamt (Durchschnitt OECD-Staaten: 3,5 Ärzte und 8,8 Pfleger). Damit befindet sich Deutschland in einer sehr komfortablen Situation.
  • 7. Der Leitsatz “Testen, testen, testen” soll helfen, das Virus einzudämmen. Zwischen dem 30. März und 5. April 2020 wurden über 330.000 Tests in Deutschland durchgeführt. Insgesamt wurden damit gut 1.000.000 Tests seit dem 2. März durchgeführt.
  •  8. Schutzausrüstung ist gefragt, um sich vor dem hochansteckenden Coronavirus zu schützen. Besonders medizinisches Personal ist auf das Material angewiesen. Laut WHO war bereits im Februar die Nachfrage nach Schutzausrüstung 100 Mal höher als normalerweise und die Preise bereits um das Zwanzigfache gestiegen. Weiterhin wird damit gerechnet, dass die Preise für FFP2-Masken bis zu 3.000 % steigen könnte

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