Live-Diskussion: Die Macht der Meinungsforscher – wer weiß, wen wir wählen?

Die Debatte zur Meinungsforschung am 31. August live in Berlin und im Livestream

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Wir würden gerne erfahren, was Sie persönlich über Meinungsforschung denken und wie Ihnen die-debatte.org gefällt. Nehmen Sie hier an unserer 5-minütigen Umfrage teil. Die Antworten werden von der Abteilung für Kommunikations- und Medienwissenschaften der TU Braunschweig in einem begleitenden Forschungsprojekt ausgewertet.

 

Die Ergebnisse von Meinungsumfragen waren zuletzt nicht immer belastbar: Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA hat viele Menschen ebenso überrascht wie das Brexit-Votum in Großbritannien. Das Wahlverhalten großer Bevölkerungsgruppen wurde falsch eingeschätzt. Liegt das an der Unberechenbarkeit der Wählerinnen und Wähler? Oder an der Methodik der Wahlforscher? Steckt die Meinungsforschung gar in einer Krise? Oder ist sie vielmehr mächtiger als viele vermuten und kann Wahlen beeinflussen – auch die bevorstehende Bundestagswahl?

Die Vielfalt der verfügbaren persönlichen Daten verändert die Umfragemethoden. Über diesen Wandel, über die Macht der Meinungsforschung und die Unsicherheit von Wahlprognosen im Hinblick auf die Bundestagswahl diskutieren Expertinnen und Experten bei „Die Debatte“ in der Hörsaalruine. Auf dem Podium zu Gast sein werden Dr. Nico A. Siegel, Geschäftsführer von infratest dimap, Janina Mütze, Mitgründerin des Online-Umfrageinstituts Civey, und Thorsten Faas, Professor für Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Christoph Koch (Stern) und Dr. Mai Thi Nguyen-Kim (ZDF/funk) moderieren die Veranstaltung.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, mitzudiskutieren und ihre eigenen Fragen mit einzubringen. Zum Beispiel per Kommentar auf dieser Seite können Sie Ihre eigenen Fragen oder Meinungen posten, die dann an die Expertenrunde weitergegeben werden. Auch über Twitter und Facebook ist eine Beteiligung möglich. Bringen Sie sich ein, stellen Sie schon jetzt Ihre Fragen!

Prof. Dr. Thorsten Faas

„Die Herausforderungen für die Meinungsforschung sind in der jüngeren Vergangenheit deutlich größer geworden: Das hat mit technischen Veränderungen, aber auch mit einem volatileren Wählerverhalten zu tun. Vor allem ist nie auszuschließen, dass Menschen ihr Wahlverhalten in Reaktion auf Umfragen verändern.“

Foto: Peter Pulkowski

Janina Mütze

„Civey löst das Problem der Ausschöpfungsquote, indem wir Meinungsforschung erstmals zu einem fairen Deal mit den Befragten machen. Civey zeigt ihnen Umfrageergebnisse, zu denen sie beitragen und bringt damit Transparenz in die Branche.“

Foto: Civey

Dr. Nico A. Siegel

„Es gibt zwar einen „Krisendiskurs“, aber keine Krise, zumindest nicht in Deutschland. Was wir sehen sind strukturelle Veränderungen in der Politik und die definieren Herausforderungen im Sinne von kontinuierlicher Weiterentwicklung von Methoden und Analyse.“

Foto: David Außerhofer

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1 Kommentare

  • SK

    31.08.2017, 19:35 Uhr

    Wieso sollte das Ergebnis glaubwürdig sein, wenn die Erhebung und die Auswertung intransparent sind?

    was wirklich fehlt ist die Offenlegung der Ermittlungsmethode. Am besten sogar der Rohdaten. Damit wäre genau das transparent. ​Ähnlich zu wissenschaftlichen Arbeiten sollte eine Offenlegung der Methode erforderlich sein für eine Veröffentlichung.

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